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Dolltopia 0007

Dolltopia

Als Eternia am nächsten Morgen den ersten ihrer Umzugskartons den Gartenweg hinauf schleppte wartete Sinistra bereits vor der Tür. Zu ihren Füßen standen eine kleine Truhe, ein ebenso kleiner Sack und ein Korb, dessen Inhalt Eternia sich lieber nicht so genau ansehen wollte. Die Bücher und Flaschen sahen arg nach magischem Kram aus, waren also nichts, was sie sich würde leihen wollen.
"Guten Morgen!" grüßte sie. "Du bist ja schon da! Sind das alle deine Sachen?"
"Guten Morgen, Eternia", erwiderte Sinistra, "Nein, das ist nur der Rest. Ich war schon zweimal hier und habe bereits alles andere auf mein Zimmer gebracht."
"Wow, da warst du aber wirklich fleißig..."
"Das da ist aber auch nicht alles, was du besitzt, oder?" fragte die Elementaristin und deutete auf den Karton.
"Nur die erste Fuhre." Eternia grinste. "Leider muß ich das Zimmer noch bis zum Ende der Woche bezahlen, also kann ich mir etwas Zeit lassen mit dem Schleppen."

 

Dolltopia

"Ich kann dir nachher gerne beim Tragen helfen!" bot Sinistra an.
Eternia öffnete die Haustür und sah sie belustigt an. "Nettes Angebot, aber ich hoffe doch sehr, daß sich eher ein netter junger Mann finden läßt, der einer schwachen hübschen Frau seine Hilfe anbietet. Gerade war es noch zu früh dazu. Die Straße war wie leergefegt."
"Huh, ich kann mehr tragen als du glaubst!"
"Sinistra... Darum geht es doch gar nicht."
"Huh? Das verstehe ich jetzt nicht."
Eternia rollte mit den Augen. "Es geht darum den Männern eine Gelegenheit zu geben einen anzusprechen!"
"Ich dachte es ginge darum deine Sachen herzubringen?"
'Wow. Die hat echt nicht viel Ahnung davon, wie man Leute kennenlernt oder flirtet.' dachte Eternia im Stillen, sagte laut aber nur: "Ach, laß gut sein."

 

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"Laß uns erstmal reingehen und die wichtigen Sachen besprechen." Die Blondine schleppte ihren Karton in den Flur und kam zurück. "Oder willst du den ganzen Tag hier draußen vertrödeln?"
"Ähm, nein, natürlich nicht!" Sinistra klaubte ihre Habseligkeiten auf und folgte ihrer Mitbewohnerin rasch.

 

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Als die Elementaristin ins Wohnzimmer ging, um ihren Mantel abzulegen, stand Eternia schon breitbeinig da und starrte mit einem kämpferischen Ausdruck im Gesicht die Zimmerdecke an. "Das ist absolut scheußlich!" schimpfte sie. "Ich kann mit allem anderen im Wohnzimmer leben, aber diese Decke geht gar nicht! Was meinst du?"
"Ja, schön ist sie wirklich nicht", gab auch die Schwarzhaarige zu. "Sieht aus, als hätte das bislang niemanden gekümmert."
"In der Tat. Das ist so dunkel, und diese Löcher überall. Was sollen denn da Freunde von einem denken?!"
"Hm, meinst du wirklich, daß Gäste sich ausgerechnet die Decke ansehen?"
"Ist mir egal, ich würde schon selber depressiv, wenn ich hier auf dem Bett liegen und da raufstarren müßte."
"Da hast du wohl recht..."
"Na schön, dann laß uns noch die Küche ansehen."

 

Dolltopia

"Hier haben wir dasselbe Problem", seufzte Sinistra, als sie in der Küche standen. "Nur daß die Decke hier noch viel schlimmer aussieht als im unteren Stockwerk."
"Ehrlich gesagt, mich nervt der Fußboden hier noch viel mehr", grummelte Eternia.
"Huh? Wieso das?" Ihre Mitbewohnerin schaute sich um. "Der Boden ist doch gut erhalten."
"Aber er ist so dunkel. Ich finde dunkle Räume furchtbar. Und es ist dasselbe Laminat wie im Wohnzimmer."
"Im Wohnzimmer hat es dich nicht gestört."
"Da kann man ja immer noch einen Teppich hinlegen zur Auflockerung, aber in einer Küche doch nicht!"
"Hm... Mich stört eher der bunte Kühlschrank", gab Sinistra verlegen zu.

 

Dolltopia

"Dafür fällt uns später bestimmt noch was ein." Eternia dachte daran, daß es um ihre Finanzen nicht gut bestellt war. "Genauso wie für die anderen Kleinigkeiten. Wir müssen uns erstmal um die wichtigen Dinge kümmern."
"Das stimmt. Die Decken sollten wir auf jeden Fall streichen ehe wir hier sauber machen und kochen."
"Was brauchen wir denn alles zum Streichen... Farbe, Abdeckfolie, Malerrollen, Pinsel, Klebeband..."
"Ui, so viele Sachen? Ich habe noch nie etwas gestrichen! Gut, daß du dich da auskennst." Sinistra war ganz aufgeregt.
Eternia sah sie plötzlich scharf an. "Wieviel Geld hast du bei dir?"

 

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Kommentare   

 
0 #1 mjkj 2015-10-22 10:42
Ohhh...

Einkaufen!!! Da bin ich mal gespannt, ob die alles bekommen... ^_^

...und wie gut die beim Renovieren sind...
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0 #2 Eph 2015-10-30 11:00
Wie immer - Eternia plant, die Chefin (ich) muß ackern, um ihr alles zu besorgen. :P
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